Sicherheit

ZVEI-Merkblatt für die Interaktion mobiler Endgeräte mit Brandmelderzentralen

© Jürgen Fälchle

Der Einsatz von mobilen Geräten erhöht die Gefahr eines Missbrauchs. Man denke nur an Verlust, Diebstahl, Weitergabe an unbefugte Dritte etc. Das erfordert umfangreiche organisatorische, technische Maßnahmen und eine optimierte Schulung des Personals. Der Leitfaden der ZVEI will hier unverbindliche Empfehlungen geben.

Eine Applikation für den Fernzugriff (AFFZ) wird auf mobilen Geräten wie Laptop, mobilem Smart Device etc. eingesetzt und dient der Kommunikation mit der Brandmeldezentrale. Die Anwendungsgebiete umfassen dabei Arbeiten des Betreibers, Installations-, Wartungs- und Instandhaltungspersonals , aber auch der Feuerwehr bzw. sonstiger mit der Gefahrenabwehr beauftragter Organisationen oder Personen.

Der Leitfaden gibt keine technischen Vorgaben, sondern weist auf die sicherheitstechnischen Aspekte beim Kommunizieren über mobile Geräte mit der Brandmeldezentrale im Internet hin. Er gilt auch für die Nutzung im Intranet. Die vollständige Beurteilung der Informationssicherheit verbleibt aber beim Hersteller und anderen beteiligten Personen (z.B. Planer, Betreiber und sonstige Beteiligte).

So wird es z. B.  zu Problemen kommen, wenn Brandmeldeanlagen des  Herstellers A mit Löschanlagen des Herstellers B kombiniert werden sollen. Hier kommen auf Planer und Betreiber zusätzliche Aufgaben zu, um die Einhaltung des Leitfadens zu garantieren.

Der Leitfaden beschreibt keine Anforderungen an:

­- die Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur oder der mobilen Endgeräte. Dies muss der Anwender lokal mit den dortigen Schnittstellen  regeln.

 –  die verwendete Hardware inkl. Infrastruktur

 – die Benutzeroberfläche  der AFFZ

 – die Verbindungen durch Servicelaptops zur Brandmeldezentrale, die z.B einen Direktanschluss nutzen.

Neben Begriffsklärung, Systemanforderungen (Zugangsebenen nach EN 54-2), Anforderungen an die Informationssicherheit, Anforderungen an Kommunikation, gibt es auch Anforderungen an den Zugangspunkt im Internet und zur Dokumentation. Insgesamt eine interessante Lektüre!

 

Praxishinweise:

Auch in der betrieblichen Gefahrenabwehr verbreitet sich das Internet bzw. Intranet kontinuierlich und schafft neben seinen Vorteilen auch neue Probleme!

Um die Probleme zu minimieren, sollte man dieses Merkblatt beachten. Es kann unter http://www.zvei.org/Verband/Publikationen/Seiten/default.aspx?r=zikindofpublication%3D%22Merkblatt%22 downgeloaded werden.

 

Quelle:

http://www.zvei.org/Verband/Publikationen/Seiten/default.aspx?r=zikindofpublication%3D%22Merkblatt%22