Sicherheit

Universal Design – Chancen und Konsequenzen für Bauelemente

BAU 2013 – Sonderschau Universal Design (UD)

Universal Design (UD) zeichnet sich als Zukunftsaufgabe für die Baubranche im Allgemeinen und für die Hersteller von Bauelementen im Speziellen ab. Die Sonderschau „Universal Design“ des ift Rosenheim und der Messe München zeigen, welche konkreten Konsequenzen sich für Bauelemente ergeben.

Funktionselemente wie Fenster, Türen und Tore verbessern den Wohnkomfort und die Sicherheit entscheidend. UD ist ein Konzept, um einfache und nachhaltige Produkte für eine größtmögliche Gruppe von Menschen einfach und nachhaltig zu entwickeln. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema lohnt sich, da sich viele Ansprüche und Wünsche zukünftiger Käufer unter diesem Begriff bündeln.

Universal Design und Produktentwicklung

Megatrends wie die Alterung der Gesellschaft, Digitalisierung, Globalisierung, dezentrale und regenerative Energieversorgung und die Ressourcenknappheit beeinflussen die Wirtschaft, die Arbeitswelt und auch unser privates Lebensumfeld. Industriezweige wie Handy- oder Kraftfahrzeughersteller setzen sich bei der Produktentwicklung intensiv mit der Thematik des Universal Design (UD) auseinander.

Neue Lebensstile zwingen aber auch bei der Planung von Häusern, Räumen und Bauteilen zur unkomplizierten Bedienung und flexiblen Nutzung. Der demografische Wandel und damit die Wünsche der kaufkräftigen Zielgruppe der „Silver Ager“, auch Bestager oder Generation 50 Plus, wird die Produkteigenschaften, die sich hinter dem Begriff UD verbergen noch viel stärker in den Vordergrund rücken.






Die Hersteller von Türen, Toren, Fenstern und Baubeschlägen sind in besonderem Maße betroffen, weil diese Funktionselemente bei Gebäuden einen besonders hohen Einfluss auf Wohnkomfort und Sicherheit haben und aktiv bedienbar sind.

Weitere soziokulturelle Kriterien

Mit den Gestaltungsmerkmalen des UD kommen für Bauelemente zu den bekannten Leistungsmerkmalen der Produktnormen, der CE-Kennzeichnung und der Gebrauchstauglichkeit weitere soziokulturelle Kriterien hinzu. Hierzu zählen beispielsweise die einfache Handhabung und Nutzung. Produkte i.S. des UD sollen so flexibel sein, dass diese ohne Zusatztechnik oder Anpassung von Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten (Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen) in unterschiedlichen Situationen benutzt werden können. Dies hilft praktisch jedem, weil sich bei einer langen Nutzungsphase häufig auch die physische und psychische Konstitution der Nutzer ändert.

Designprinzipien des UD

UD bietet neben den Diskussionen zur Bauproduktenverordnung, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit deshalb Chancen, um die Wertigkeit von gut gestalteten Bauelementen gegenüber Kunden zu betonen. Bei der Gestaltung von Produkten sollten deshalb die sieben Designprinzipien des UD berücksichtigt werden, wie vom universal design e.V empfohlen:


  1. Breite Nutzbarkeit (Kinder, Erwachsene, Senioren …),

  2. Flexibilität,

  3. Einfach und intuitiv bedienbar (Öffnungstaster Automatiktür),

  4. Mehr als einen Sinn ansprechen,

  5. Fehlertoleranz und Sicherheit,

  6. Minimaler physischer Aufwand,

  7. Zugänglichkeit und Erreichbarkeit (Griffhöhe bei Türen zur besseren Bedienbarkeit durch Kinder oder Rollstuhlfahrer).

Gemeinsame Sonderschau ift Rosenheim und Messe München 14.-19. Januar 2013

Die Sonderschau präsentiert die konkreten Auswirkungen für Bauelemente. Hersteller, Planer und Investoren.Die Fachbesucher erhalten kompetente und produktneutrale Informationen zu sinnvollen Kriterien, mit denen die Qualität i.S. des UD bewertet werden kann sowie vorbildliche Produktlösungen führender Hersteller. Hierzu zählen:


  • Angaben zur Unternehmensphilosophie und beispielsweise die Berücksichtigung unterschiedlicher Nutzergruppen,

  • die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen hinsichtlich Hygiene, Gesundheit und Gebrauchstauglichkeit,

  • die Betrachtung der Ökologie und Nachhaltigkeit sowie

  • die Beurteilung der Bedienungs-/Wartungsanleitungen und

  • der Service bei Nachbestellmöglichkeiten und

  • möglichem Austausch für geänderte Einsatzgebiete.


Interessierte Hersteller können sich beim ift Rosenheim als Mitaussteller bewerben.