Sicherheit

Warnstreiks in Wach- und Sicherheitsbranche

© moonrun (oben)

Betroffen vom heutigen Warnstreik sind nach Angaben der Gewerkschaft  die kerntechnischen Anlagen Philippsburg, Neckarwestheim und Obrigheim sowie Sicherheitsdienste für weitere Gebäude und Unternehmen. Ein EnBW-Sprecher sagte, der Energiekonzern habe Vorkehrungen getroffen, damit die Sicherung seiner Kernkraftwerke trotz der Streikmaßnahmen des Objektsicherungsdienstes gewährleistet sei. Die Verhandlungen in dem Tarifstreit waren vor Weihnachten ohne Ergebnis abgebrochen worden.

Ziel der Gewerkschaft ist es, den Stundenlohn der untersten Lohngruppe von 9,20 Euro auf zehn Euro anzuheben. Die Arbeitgeberseite habe eine Lohnsteigerung ab Januar um 2,7 Prozent und um weitere 2,6 Prozent von 2016 an geboten. Dieses Angebot sei aber nicht akzeptabel, da die Beschäftigten in der Sicherheitsbranche damit weiter im Niedriglohnbereich blieben, hieß es bei Verdi.

Auch am Stuttgarter Flughafen streiken rund 570 Flughafen-Beschäftigte in den Kontrollbereichen für Passagiere, Flughafenpersonal und Fracht. Das führt seit dem frühen Morgen einem Verdi-Sprecher zufolge zu Verzögerungen im Flugverkehr. Auch Flugausfälle sind möglich.

ver.di Verhandlungsführerin Eva Schmidt: „Die Kollegen in der Bewachung machen rund um die Uhr einen guten Job. Aber Sicherheit hat ihren Preis. Wir streiken für Löhne, die den Bewachern zum Leben reichen.“

Mit dem Warnstreik will die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di vor der vierten Verhandlungsrunde am kommenden Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Positionen sind weit auseinander: Die Gewerkschaft fordert 2,50 Euro mehr Stundenlohn, die Arbeitgeber bieten nur 50 Cent mehr.

 

Quelle:

https://bawue.verdi.de/presse/pressemitteilungen