Sicherheit

Britische Studie zu Cyber-Attacken

© moonrun (oben)

Die eigentlichen Ursprünge von kriminellen Cyber-Attacken liegen meist viel näher als vermutet. Wie aus einer aktuellen Untersuchung des britischen Security-Unternehmens ThreatMetrix  hervorgeht, sind es oft nicht die bekannten Akteure im organisierten Hacking-Geschäft, die wie Russland oder andere osteuropäische Länder für viele Angriffe verantwortlich gemacht werden. Stattdessen sind der Studie zufolge die Hacker in einem Großteil der Fälle innerhalb der eigenen Landesgrenzen zu suchen.  

Größte Bedrohung durch „Spoofing“-Angriffe

Die jüngsten Analyseergebnisse basieren auf Daten von insgesamt über einer Mrd. Transaktionen, die im Laufe eines Monats im E-Commerce-Bereich registriert worden sind. Dabei stellte sich für Großbritannien heraus, dass mit 72 Prozent beinahe drei Viertel der kriminellen Übergriffe nicht aus dem Ausland, sondern aus dem Land selbst stammten.  

Was für Großbritannien gilt, trifft laut ThreatMetrix-Analyse genauso für andere Länder zu. Die absolute Top-Platzierung in der Staatenwertung nimmt dabei China ein. Dort sollen ganze 93 Prozent der Fälle von Cyber-Kriminalität auf Urheber innerhalb der eigenen Landesgrenzen zurückgehen. In Frankreich liegt der entsprechende Wert bei 87 Prozent, in Russland – das oft als Ursprungsland von Hacking-Angriffen genannt wird – sind es 85 Prozent. Auch Deutschland findet sich mit 81 Prozent in der Liste wieder.

4,1 Mrd. Euro Schaden für britischen Unternehmen

Was die Art und Weise der durchgeführten Attacken angeht, sieht der Bericht die größte Bedrohung in sogenannten „Spoofing“-Angriffen. Hierbei versuchen Kriminelle, sich beispielsweise mit gefälschten Online-Identitäten Zugriff zu sensiblen Daten oder dem Bankkonto eines Users zu verschaffen. Über 11, 4 Mio. solcher Fälle wurden während der vergangenen Weihnachtssaison gegen Ende des Jahres 2014 gefunden. Die Folgen für die britischen Unternehmen waren fatal: Ihnen ist der Studie zufolge ein Gesamtschaden von 2,92 Mrd. Pfund (rund 4,1 Mrd. Euro) entstanden.

Quelle:                                                                                                                                                                   
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