Gefahrenabwehr

Verstärkte deutsch-polnische Zusammenarbeit beim Brand- und Katastrophenschutz

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Ein moderner Einsatzleitcontainer, spezielle Technik zum Zusammenschalten der deutsch-polnischen Funknetze, eine Dolmetscheranlage, Videokonferenztechnik, Sprachkurse, sowie gemeinsame Einsatzübungen sind einige der Punkte, der kürzlich unterzeichneten deutsch-polnischen Absichtserklärung in Potsdam. Gestärkt werden soll damit die deutsch-polnische Zusammenarbeit beim Brand- und Katastrophenschutz.

Brandenburg und der Verwaltungsbezirk Lebus

Brandenburg und die Wojewodschaft (polnischer Verwaltungsbezirk) Lebus wollen ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Brand- und Katastrophenschutzes intensivieren. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten Slawomir Klusek (Kommandant der Staatlichen Feuerwehr in Gorzów Wielkopolski (Landsberg an der Warthe) und Heinz Rudolph (Leiter der Landesschule und Technischen Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz (LSTE), kürzlich in Potsdam.

Neue Einsatztechnik geplant

Im Vordergrund des neuen Gemeinschaftsprojektes soll vor allem die Beschaffung eines modernen, mit deutscher und polnischer Kommunikationstechnik ausgestatteten Einsatzleitcontainers, sowie spezieller Technik zum Zusammenschalten der beiden unterschiedlichen Funknetze. Weiter soll es eine Dolmetscheranlage und Videokonferenztechnik geben.

Ein wichtiger Teil der Vereinbarung ist ein Vorhaben, das insbesondere die gemeinsame Fach-, Sprach- und Kommunikationsausbildung von Führungs- und Spezialkräften der Feuerwehren vorantreiben soll. So sollen Sprachkurse, Einsatzübungen, gemeinsame Ausbildungsmaßnahmen und Konferenzen stattfinden. Vorgesehen sei auch ein gegenseitiger Austausch von Lehrkräften.

Grundlage ist EU-Kooperationsprogramm

Das Zusammenarbeit soll auf Grundlage des EU-Kooperationsprogramms INTERREG V A zu 85 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert werden. Die Projektführung liegt bei der Wojewodschaftskommandantur der Feuerwehr in Gorzów Wielkopolski.

Erfreut zeigte sich auch Innenstaatssekretärin Katrin Lange: „Die [] vereinbarte weitere Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Brand- und Katastrophenschutzes schafft mehr Sicherheit für die Menschen auf beiden Seiten der Oder.“

Eerfolgreiches gemeinsames Training

Zu den bisherigen Beispielen der deutsch-polnischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Brand- und Katastrophenschutzes werden insbesondere die Errichtung eines Brandübungshauses an der LSTE in Eisenhüttenstadt (Landkreis Oder-Spree) genannt, in dem seit 2011 polnische und deutsche Feuerwehrleute die Brandbekämpfung unter realitätsnahen Bedingungen trainieren.

Des Weiteren finden jährlich gemeinsame Übungen von polnischen und brandenburgischen Feuerwehrkräften statt, um das gemeinsame Vorgehen in Großschadens- und Katastrophenlagen zu trainieren.

 

Quelle:

Mitteilung des Landes Brandenburg Nr. 066/2016 vom 13.08.2016 (zuletzt abgerufen am 22.09.2016)