Sicherheit

Fenster: Sicherheit und Komfort für höhere Lebensqualität

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Rosenheimer Fenstertage

Was hat der schlaue „Meister Reineke“ in seinem Fuchsbau mit den diesjährigen Fenstertagen und dem Motto „Sicherheit und Komfort = mehr Lebensqualität“ zu tun? Eine ganze Menge: Was im Tierreich so selbstverständlich geschieht, müssen wir uns in der vom Menschen gestalteten Umwelt immer wieder erarbeiten.
Aspekte, die das Wohnen komfortabler, sicherer und gesünder machen, stehen deshalb im Mittelpunkt der Fenstertage, die alljährlich in Rosenheim stattfinden. Seit über 40 Jahren führt die Fachmesse Experten verschiedener Länder zusammen – im letzten Jahr nahmen ca. 1000 Personen aus über 25 Ländern teil. Berichtet wird über die vielfältigen Vorteile moderner Fenster- und Fassadensysteme, beispielsweise viel Tageslichteinfall, besserer Schallschutz und höhere Sicherheit.
Selbstverständlich werden auch Informationen über neue Technologien, Normen (DIN 4108, DIN 18008, DIN 4109, DIN 68800 etc.) und Regelwerke wie die neue EnEV, die MBO und die BauPVO zum Pflichtprogramm gehören. Daneben werden auch praktische Infos zur Montage, Lüftungsplanung oder zur Vermeidung von Tauwasser nicht zu kurz kommen.

Fenster als Schlüsselelement für Sicherheit und Energieersparnis

Der Einsatz energiesparender Bauelemente ist im Baubereich mittlerweile Standard, das zeigt die Förderpraxis der KfW-Bank genauso wie der wachsende Anteil von Fenstern mit Dreifachverglasung. Deshalb rücken Aspekte, die das Wohnen komfortabler, sicherer und gesünder gestalten, immer mehr in den Vordergrund.
Fenster bieten diesbezüglich viele Möglichkeiten, die von gesunder Tageslichtversorgung über verbesserten Schallschutz, gute Luftqualität durch natürliche Lüftung bis hin zu erhöhter Einbruchhemmung reichen. Hier hat sich in der Technik und den Regelwerken einiges geändert, was Fenster- und Fassadenexperten wissen müssen.

Programm der diesjährigen Fenstertage

U.a. sind die neuen Spielregeln für die CE-Kennzeichnung, die sich aus der zum 1. Juli 2013 eingeführten Bauproduktenverordnung ergeben, von großer Bedeutung. Prof. Christian Niemöller (SMNG Rechtsanwaltsgesellschaft) wird einen Praxis-Check durchführen und erste Erfahrungsberichte sowie Praxisfälle aus Unternehmen, Gerichten und der Marktüberwachung schildern. Über die weiteren relevanten Änderungen informieren die Rosenheimer Fenstertage in acht Themenblöcken:

  1. „Energiewende“: Andre Hempel (BMVBS) wird den aktuellen Stand der EnEV 2014 aufzeigen und einen Ausblick auf die Verschärfung 2016 wagen.

  2. „Sanierung“: Christian Wetzel (Uni Stuttgart) wird das Thema vorstellen und Tipps zur Vermeidung von Tauwasser- und Schimmelpilzbildung geben.

  3. „Glas“: Hier werden interessante technische Entwicklungen im Glasbereich vorgestellt.

  4. „Markt und Trends“: Prof. Dr. Runa T. Hellwig (Hochschule Augsburg) wird demonstrieren, wie sich mithilfe von stärkerem Schallschutz, besserer Lüftung und höherer Tageslichtversorgung die Nutzerfreundlichkeit und das Raumklima verbessern lassen.

  5. „Entwicklungen für die Zukunft“: Ministerialrat Hans Dieter Hegner (BMVBS) wird präsentieren, welche Rolle Fenster und Fassaden zum Wandel vom Passivhaus zum Plusenergiehaus beitragen.

  6. „Sicherheit von Fenstern und Haustüren“: Jens Pickelmann (ift Rosenheim) wird die geänderten Anforderungen an den mechanischen Einbruchschutz darstellen und erläutern, wie diese wirtschaftlich und normgerecht erfüllt werden können.

  7. „Konstruktive Entwicklungen“: Dr.Ing. Odette Moarcas (ift Rosenheim) wird aufzeigen, wie die DIN 68800 „Holzschutz“ normgerecht umgesetzt wird und überzeugende Argumente für die Diskussion mit Architekten und Bauherren geben.

  8. „Neues aus dem Baurecht“: Klaus-Dieter Wathling (Oberste Bauaufsicht, Berlin) wird über die für Fenster- und Fassadenhersteller relevanten Änderungen im Baurecht referieren. Daneben wird er aktuelle Änderungen bezüglich Brandschutz, Fluchtwegen und Barrierefreiheit analysieren. Zusätzlich wird er sich dem Schallschutz in der Baupraxis und den Auswirkungen der geänderten DIN 4109 widmen.