Sicherheit

Einsatz von Körperkameras bei Polizisten

© moonrun (oben)

Nach den neuesten Fällen von tödlicher Polizeigewalt in den USA soll die Polizeiarbeit dort transparenter gemacht und Polizisten mit sog. Bodycams ausgestattet werden. Auch in Deutschland gibt es in mehreren Städten Modellversuche, bei denen Polizisten in bestimmten Gebieten mit kleinen Kameras auf der Schulter auf Streife gehen. In Hessen etwa stehen 72 Kamerasysteme dafür zur Verfügung. Ihr Einsatz ist auf konkrete Anlässe wie Personenkontrolle oder Streitschlichtung begrenzt.

Die Kameras können, durch Knopfdruck auf eine Fernsteuerung am Arm des Beamten, angeschaltet werden. Es dürfen Bilder, jedoch keine Tonaufnahmen aufgezeichnet werden; außerdem ist auf den Westen der Beamten vorne und hinten „Videoüberwachung“ zu lesen. Die gut sichtbar befestigten Kameras sollen potentielle Angreifer von Gewalttaten abbringen; das Filmen könnte auf sie abschreckend wirken.

Die Frankfurter Polizei zählte im Stadtteil Sachsenhausen bereits einen Rückgang der Attacken auf Polizisten um 26 Prozent, seitdem dort Streifenpolizisten Kameras auf der Schulter tragen. Zum Dienstende werden, in Absprache mit dem Vorgesetzten, alle Aufnahmen gelöscht, sollten sie nicht zur Strafverfolgung benötigt werden.

Mehrere Länder ziehen derzeit nach. Auch Baden-Württemberg prüft aktuell, ob es der Bitte der Polizeizentralen von Mannheim und Freiburg nachkommt, Körperkameras einzusetzen.

 

Quellen:

Artikel „Polizeigewerkschaften für eingeschränkten Einsatz“  auf handelsblatt.de vom 10.4.2015 (zuletzt aufgerufen am 15.4.2015)