Sicherheitskonzepte

Fachtagung Betriebssicherheitsmanagement

© moonrun (oben)
Unternehmen müssen sich ganzheitlich vor Gewalttaten oder Pandemien schützen

Mit der Fachtagung „Betriebssicherheitsmanagement – Ganzheitliche Prävention in Unternehmen vor Gewalttaten und Pandemien“ setzt die International Security Academy (ISA e.V.) gemeinsam mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) die Reihe zum Betriebssicherheitsmanagement fort.

Wie die vergangenen Veranstaltungen „Sifa und das Betriebssicherheitsmanagement“ sowie „Quo Vadis Sifa?“ gezeigt haben, ist die Zusammenfassung von Safety- und Security-Aufgaben in Unternehmen sinnvoll und notwendig. In der Praxis wird sie in unterschiedlicher Form und Zuständigkeit immer häufiger realisiert. 

Besonders herauszustellen sind dabei die Bestrebungen, mit Normen (ISO 31000 Risikomanagement) und Standards (VDI 4055 Betriebssicherheitsmanagement) einheitliche Grundlagen zu schaffen. Der aktuelle Stand der Bemühungen wird in dem 1. Teil der Fachtagung vorgestellt.

Security- und Safety-Aufgaben gehören zusammen

Da Sinn und Zweck einer ganzheitlichen Prävention am Beispiel komplexer Gefahrensituationen am besten transparent werden, wurden extreme – aber leider nicht ganz unmögliche – Risiken für Unternehmen in den Mittelpunkt der diesjährigen Tagung gestellt:

  • Terrorismus und Amoktat als klassische Security-Themen
  • Pandemie/Epidemie als Safety-Thema

Bei jedem Szenario wird erkennbar dargestellt, dass eine isolierte Behandlung aus der einen oder anderen Perspektive nicht möglich ist. Sehr schnell ergeben sich z.B. bei einem Terroranschlag oder einer Amoktat auch Safety-Aufgaben, von Erster Hilfe bis zur Behandlung posttraumatischer Symptome bei Betroffenen. Ähnlich geht es bei einer Epidemie oder Pandemie nicht ohne Einbeziehung von Security-Aufgaben. Dazu gehören etwa Isolierung, Absperrung zur Quarantäne und Sicherung von Medikamenten mit klassischem Intrusionsschutz oder gar Personenschutz für die ärztliche Betreuung.

Ferner steht fest, dass ein einzelnes Unternehmen im Gefahrenfall ohne Hilfe der zuständigen Behörden und ohne gut ausgebildetes Personal sehr wenig ausrichten kann. Deshalb stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz  (BBK) im 2. Teil der Tagung Möglichkeiten zur staatlichen Unterstützung dar; die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin bringt Musterkonzepte  ein, die bei der Ausbildung von Sicherheitsmanagern vermittelt werden können.

Konzepte aus der Praxis zur ganzheitlichen Prävention

Im 3. und 4. Abschnitt der Tagung wird über die heute gängige Praxis zur ganzheitlichen Prävention berichtet. Fachleute von Firmen aus unterschiedlichen Branchen – vom mittelständigen Unternehmen bis zum Konzern – stellen ihre Konzepte vor.  

Die Veranstaltung richtet sich an Entscheidungsträger und Vertreter von mittelständischen Unternehmen, Experten aus Wissenschaft und Forschung zum Thema Sicherheit und Gesundheit, Security-Verantwortliche, Vertreter von Sicherheitsdienstleistungsunternehmen und Facility-Management-Unternehmen, Betriebsärzte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Manager für Sicherheit und Gesundheit sowie Risikomanager und Betriebssicherheitsmanager.

Unterstützt wird diese Veranstaltung von verschiedenen ideellen Trägern, unter anderem dem VDSI, der seinen Mitgliedern bei Teilnahme 3 Weiterbildungspunkte bestätigt.

Das gesamte Programm und weitere Informationen zur Fachtagung gibt es unter www.isaev.de.
 

Kontakt: 

Dipl.-Ing. Johanne Grotkamp
Tel. 02324 39279-23
E-Mail: office@isaev.de

Quelle:

International Security Academy, Pressemitteilung vom 28.07.2015.