Pulver, Schaum, Wasser oder Kohlendioxid: In Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen gehören Feuerlöscher zum festen Bild. Doch gerade im Brandfall werden Feuerlöscher von Laien oftmals nicht eingesetzt. Schwierigkeiten oder fehlende Kenntnisse in Bezug auf Inbetriebnahme oder Verwendung sind in diesem Zusammenhang die regelmäßig genannten Gründe. Dabei ist gerade bei einem Entstehungsbrand der Einsatz von einem Feuerlöscher wirksam und kann hohe Sach- und Personenschäden verhindern.
Um Hemmnisse bei der Verwendung von Feuerlöschern abzubauen, ist eine ordentliche Brandschutzausbildung unerlässlich und gesetzlich aufgrund des Arbeitsschutzgesetzes auch geboten. Während man früher oftmals bei einer Brandschutzübung auf alte, teils schon abgelaufene Pulver- oder Schaumlöscher setzte, verwenden viele Brandschutzfirmen und betriebliche Brandschutzbeauftragte heute Übungslöscher.
Übungslöscher erleichtern die Brandschutzausbildung
Allein aus Sicherheits- und Umweltgründen ist dieses auch zu begrüßen. Gerade von Feuerlöschgeräten, bei denen die Wartung abgelaufen ist, kann ein betriebssicherer Zustand nicht mehr angenommen werden. Übungslöscher sind in ihrer Bauarbeit einem Feuerlöscher sehr ähnlich. Sie unterscheiden sich nur darin, dass sie in der Regel nur mit dem Löschmittel Wasser genutzt werden und man sie dadurch leicht auffüllen und wiederverwenden kann. Das spart gerade bei der Brandschutzausbildung Geld und schont zudem die Umwelt.
Doch was oftmals bei den Übungslöschern unterschätzt wird, sind die damit verbundene Gefahren. Auch ein Übungslöscher ist ein Druckbehälter, der gerade aufgrund seiner häufigen und intensiven Nutzung einer größeren Beanspruchung ausgesetzt ist als ein normaler Feuerlöscher. Dass man Gefahren, die von einem Übungslöscher ausgehen können, nicht unterschätzen darf, zeigen auch erste dokumentierte Unfälle. So wurde eine Person bei der Verwendung von einem Übungslöscher verletzt, als das Tauchrohr unter Druck aus dem Gerät geflogen ist. Schwere Verletzungen sind damit auch bei einem Übungslöscher möglich.
Jede Brandschutzkraft die Brandschutzübungen mit Übungslöschern durchführt, muss daher immer auch die Sicherheit während einer Brandschutzübung im Blick haben.
Unfälle mit Übungslöscher vermeiden
Um Unfälle im Zusammenhang mit Übungslöschern zu vermeiden, ist eine regelmäßige Wartung unerlässlich. Anders als man es bei einem Feuerlöscher kennt, der alle zwei Jahre geprüft wird, ist das Intervall bei Übungslöschern auf ein Jahr verkürzt. Das Wartungsintervall, von dem auch keine Abweichung möglich ist, ist damit deutlich kürzer.
Ebenso muss man sich unbedingt mit den Herstellerangaben zu einem Übungslöscher vertraut machen. Je nach Hersteller und Modell des Übungslöschers, kann es abweichende Vorgaben geben. Zu diesen Vorgaben kann beispielsweise gehören, dass man bei der Befüllung von einem Übungslöscher auf eine maximale Literanzahl achten muss, ebenso auf einen maximal zulässigen Druck.
Zudem muss man vor einer jeden Befüllung den Übungslöscher einer intensiven Sichtkontrolle unterziehen. Dabei kann es erforderlich sein, einzelne Bestandteile wie zum Beispiel O-Ringe bei Bedarf zu tauschen. Der Aufwand im Unterhalt eines Übungslöschers ist größer, was man bei der Anschaffung und Vorhaltung beachten sollte.
Hilfreiche Informationen
FBFHB-025 Auswahl und Einsatz von Feuerlöschern bei Löschübungen, Fachbereich AKTUELL 025 Feuerlöscher
