Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und der Zoll sind mit einem breiten Aufgaben- und Zuständigkeitsspektrum zentrale Akteure bei der Aufdeckung und Bekämpfung der internationalen Organisierten Kriminalität (OK).
Im Jahr 2025 hat der Zoll mit 187 Ermittlungsverfahren gegen die OK seine Erfolge aus dem Jahr 2024 um weitere 20 % steigern können. Er leistet damit im nationalen Behördenvergleich ein weiteres Jahr in Folge einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung der OK.
Organisierte Kriminalität im Fokus
Die Ermittlungen des Zolls sind nach kriminalstrategischen Vorgaben des BMF priorisiert auf die Aufdeckung und Bekämpfung der schweren sowie Organisierten Kriminalität. Der Zoll hat im Jahr 2025 insbesondere in den Bereichen des internationalen Rauschgiftschmuggels, der Zoll- und Verbrauchsteuerkriminalität, der organisierten Formen der Schwarzarbeit sowie der Außenwirtschaftskriminalität ermittelt.
Gruppierungen der schweren und Organisierten Kriminalität agieren höchst effektiv arbeitsteilig, grenzüberschreitend und im Verborgenen. Um ihre stetig wandelnden Modi Operandi aufdecken und verfolgen zu können, bedarf es eines schlagkräftigen nationalen und internationalen Strafverfolgungsnetzwerkes sowie wirksamer Rechtsgrundlagen.
Ausweitung der Kompetenzen
Entlang der angespannten globalen Sicherheits- und Kriminalitätslage werden die Bereiche Sicherheit und Vollzug beim Zoll neu ausgerichtet. Die Befugnisse zur Geldwäschebekämpfung werden erweitert. Finanzermittlungen und Vermögensabschöpfungsmaßnahmen gegen Kriminelle werden konsequent ausgeweitet. Die nationale und internationale Zusammenarbeit wird ausgebaut und vertieft.
Mit der Umsetzung der Strategie Zoll 2030, einschließlich des gesetzlichen Sicherheitspakets, und des Gemeinsamen Aktionsplans der Bundesregierung gegen Organisierte Kriminalität werden Deutschland und Europa künftig sicherer; zudem wird der Wirtschafts- und Finanzstandort Deutschland gestärkt.
Jährlich Milliardenschäden durch OK
Die schwere und Organisierte Kriminalität verursacht jedes Jahr Milliardenschäden für die deutsche Wirtschaft und die öffentliche Hand. Darüber hinaus untergraben ihre illegalen Aktivitäten den Rechtsstaat und gefährden die innere und äußere Sicherheit – in Deutschland und Europa.
Die Bekämpfung von OK ist dem BMF ein wichtiges Anliegen, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie den Wirtschafts- und Finanzstandort Deutschland zu schützen.
Der Zoll ist aufgrund seiner nationalen und grenzüberschreitenden Aufgaben und Befugnisse seit Jahrzehnten ein Garant für die erfolgreiche Aufdeckung und Verfolgung grenzüberschreitend agierender krimineller Netzwerke. Sein Erfolg liegt in der engen Verzahnung seiner Aufgaben bei der Überwachung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs einschließlich der mehr als 100-jährigen Ermittlungserfahrung begründet. Zudem leistet der Zoll einen bedeutenden Beitrag zur Sicherheit globaler Lieferketten.
Strategie Zoll 2030
Mit der Strategie Zoll 2030 und dem Gemeinsamen Aktionsplan der Bundesregierung gegen Organisierte Kriminalität werden die Fähigkeiten und Befugnisse des Zolls entlang der angespannten globalen Sicherheits- und Kriminalitätslage zukunftsgerichtet weiter ausgebaut. Der Zoll ermittelt künftig priorisiert gegen Formen der schweren und Organisierten Kriminalität.
Ziel ist es, die Aktivitäten international agierender krimineller Netzwerke und mafiöser Strukturen auch künftig entschlossen und erfolgreich aufzudecken, zu verfolgen, kriminelle Netzwerke zu zerschlagen, illegale Finanzströme aufzudecken sowie inkriminierte Vermögen konsequent abzuschöpfen.
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Quelle: Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums Juni 2026.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Fundstelle Baden-Württemberg 15/2026, Rn. 185.
