Sicherheit

Sicherheitswirtschaft begrüßt Schlag gegen Darknet-Kriminelle

© moonrun (oben)

Der Schlag gegen die Betreiber des Darknet-Marktplatzes „Wall Street Market“ wird laut Alexander Brückmann, Geschäftsführer der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland (ASW Nord), Cyberkriminellen die Grenzen ihres Handelns aufzeigen. Dieser Ermittlungserfolg, einer von vielen in den letzten beiden Jahren, dürfte andere Darknet-Betreiber beeindrucken.

Das Bundeskriminalamt habe in Kooperation mit europäischen Polizeibehörden und dem FBI gezeigt, dass globalisierte Kriminalität auch die nationalen Strafverfolger an einen Tisch bringt. „FBI, BKA, Europol und die niederländischen Sicherheitsbehörden zusammen zu bringen, um eine der lukrativsten Plattformen im Netz zu zerschlagen, das ist eine beachtliche Leistung. Die Ausdauer der professionellen Ermittlungsarbeit ist herausragend und muss verstetigt werden.“ sagt Brückmann. „Die Sicherheitswirtschaft gratuliert den Fahndern zu diesem Erfolg und hofft, dass kriminelle Machenschaften und Verkäufe im Darknet zurückgehen werden. Unser Dank gilt auch den Staatsanwälten der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT). Wir wünschen uns, dass die Vorgehensweise der Ermittler den Cyber- und Wirtschaftsschutz nach vorne bringt.“

Laut Pressemitteilung des Bundeskriminalamtes (BKA) war die illegale Plattform nur über ein Anonymisierungs-Netzwerk im Darknet zugänglich und auf den internationalen Handel mit kriminellen Gütern ausgerichtet. Zuletzt waren auf dem Online-Markplatz über 63.000 Verkaufsangebote eingestellt, sowie mehr als 1,1 Millionen Kundenkonten und 5.400 Verkäufer angemeldet. Die Server des illegalen Online-Marktplatzes wurden am 2. Mai 2019 beschlagnahmt.

 

Quelle: Pressemeldung der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland e.V.