Was sind 3D-Drucker und was können sie leisten?
Die sog. 3D-Drucker sind Geräte, welche dreidimensionale Werkstücke herstellen. Die Herstellung erfolgt computergesteuert. Schicht für Schicht wird dabei aus einem oder mehreren flüssigen oder pulverförmigen Werkstoffen (häufig Kunststoffe, Metalle oder Keramiken, welche anschließend in angepassten Verfahren gehärtet werden) nach vorgegebenen oder selbstentwickelten Maßen und Formen (CAD) ein dreidimensionaler Körper erstellt.
Neuere Modelle sind in der Lage, nicht nur vorgegebene Programme (Baupläne) abzuarbeiten, sondern auch dreidimensionale Scans, ähnlich Kopien, anzufertigen.
Für den Heimbereich sind einfache Geräte im Preissegment ab ca. € 1.100,- verfügbar. Industriell genutzte Spitzengeräte haben derzeit eine Genauigkeit etwa 0,04 mm in der Fläche und 0,15 mm in der Höhe, sind allerdings deutlich teurer.
Gedruckte Waffen
Die durch US-Sicherheitsbehörden sichergestellte Schusswaffe mit dem Eigennamen Liberator besteht aus 16 Teilen, welche mit Ausnahme des Schlagbolzens, aus Kunststoff gefertigt wurden. Die Schussfertigkeit der Waffe bei Verwendung kleinkalibriger Munition wurde nachgewiesen, wenn auch mit geringer Treffsicherheit und hoher Gefährdung des Schützen, da ein Kunststoffrohr im allgemeinen nicht für die auftretenden Belastungen ausgelegt ist.
Der im Internet veröffentlichte Bauplan wurde bis zur Schließung der offiziellen Website etwa 100.000 mal heruntergeladen. Wie oft der Nachbau tatsächlich erfolgte, ist allerdings nicht bekannt.
Gefährdungsanalyse
Das Problem der derzeitig druckbaren Waffen liegt weniger in der Bedrohung durch den scharfen Schuss, sondern vielmehr in der Entwicklung, welche damit angestoßen wurde. Aufgrund der hohen, auftretenden Drücke, auch bei kleinkalibriger Munition, muss der Lauf bei der Liberator aus Sicherheitsgründen nach jedem Schuss ausgetauscht werden; die Gefahr, dass er reißt und den Schützen selbst gefährdet ist hoch. Hinzukommt, dass bei einer Lauflänge von weniger als zwei Zentimetern die Trefferwahrscheinlichkeit über eine Entfernung von einigen Metern eher gering ist. Beide Probleme lassen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in Zukunft lösen.
Die eigentliche Herausforderung liegt darin, dass sich die entsprechenden Einzelkomponenten mittels Metalldetektoren gar nicht und im Röntgenbild nur sehr schlecht detektieren lassen. Aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten, dass Äußere von Einzelkomponenten in breitem Rahmen zu verändern, wird eine Entdeckung weiter erschwert.
Praxishinweis
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